Allegro cantabile

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Fotografien Pressestimmen

mit
Francesco Micca
Lodovico Bordignon
Lucia Giordano
Marco Andorno
Paola Bordignon
Sebastiano Amadio

Musikalische Leitung
Antonella Talamonti

Regie
Aldo Pasquero
Giuseppe Morrone

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Video von Diego Diaz, Dauer 2' 49''


“Guten Abend. Heute Abend sprechen wir nicht, wir singen nur. Ihr hÖrt zu und …“ So beginnt Allegro Cantabile mit einer Botschaft übermittelt durch das geschriebene Wort.
Seit Jahren „spielt“ und experimentiert unsere Gruppe mit der Stimme, mit dem Gesang und den Repetorien aus Italien und der Welt. Man kann sagen, daß die Nachforschungen über den musikalischen Schauspieler das Herzstück unseres künstlerischen Werdeganges der letzten zehn Jahre sind.
Die geschriebenen Botschaften, als stille Epistel, und die singenden Stimmen “sprechen” zum Publikum und begleiten es auf einem ironischen Rundgang durch Ton, Rhythmus und Klangfarbe. Sechs Stimmen auf der Bühne leiten diese Durchquerung , sechs Schauspieler-Musiker, die nicht nur singen, sondern zu Interpreten eines transversalen Repertoirs aus Balladen, Arbeitsliedern und Serenaden werden. Ausgangspunkt ist die Tradition der italienischen Volksmusik, sind Gesänge aus dem Piemont, aus dem Veneto, Lazium, der Kampania, den Abruzzen... um anderswo anzukommen.
Sichtbare und hörbare Ebenen vermischen sich miteinander, vermischen sich in einem Spiel miteinander, in dem die Zuschauer allmählich zu Mittätern werden. So wird es möglich, die Polyphonie zu “sehen” und die Bewegung zu “hören”. Dank eines Hörens, das sich entwickelt und dabei aktiv wird, wird das Publikum zum Musiker innerhalb eines Orchesters, ein notwendiger Klang zwischen all den Klängen und somit selbst zum Schöpfer von Musik. Musik vermag Emotionen zu befördern, zwischen den Noten versteckte Geschichten zu erzählen, Klangwelten hervorzurufen und durch Erfahrungen zu geleiten. Um dann tatsächlich gemeinsamer Gesang zu werden, am Ende ein einziges Orchester mit Leichtigkeit und Jubel.
Und folgt dann Applaus, nun ja, auch das ist schließlich ein Klangerlebnis. Auch dies ist Musik.

Die dramaturgischen Nachforschungen, auf die dieses Stück aufbaut, orientieren sich daran, auf der Bühne die unterschiedlichen Formen von phonè (verstanden in seiner dreifachen griechisch-antiken Bedeutung von Klang, Wort und Stimme) zu artikulieren. Die sechs musikalischen Schauspieler werden sie dem Publikum vorführen. Die Handlung des Stückes hat einen dramaturgischen Verlauf, der darauf hinzielt, die Wahrnehmungserfahrung des Zuschauers vom einfachen zum komplexen (von der Stille zum Geräusch und dann Klang, um dann von der Monophonie bis zur Polyphonie zu gelangen) zu begleiten. Das Stück ist ein Rundgang durch eine phonetische Dramaturgie . Gleichzeitig ist es auch ein ironisches Spiel mit den verschiedenen Formen, mit denen die theatrale phonè auf der Bühne dargestellt wird: der selbsterzeugte Ton, das gesungene Wort, das geschriebene und projizierte Wort, das gesprochene Wort, das Wort in Hochsprache und das Wort in Dialekt, die Stimme ohne Worte, die Stille.

Ein originelles, ironisches Stück mit einer so nie zuvor aufgeführten Weisheit der Stimme.
Luciano Nattino

Ein überraschendes Stück von extremer Bravour, gespielt mit Leichtigkeit ohne jegliche
Zurschaustellung und mit einer Orginalität, die ohne Unterlass erstaunt und vergnügt.

Nicoletta Cavanna

Società cooperativa Faber Teater
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